Wendlingen am Neckar

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Sprengungen für den Bau der Kleinen Wendlinger Kurve

Die Arbeiten für das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm schreiten weiter voran. Im Bereich Wendlingen am Neckar baut die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH seit April 2019 die sogenannte Kleine Wendlinger Kurve. Diese bindet die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm an die bestehende Bahnstrecke Plochingen–Tübingen an.
Bislang wurden für die Kleine Wendlinger Kurve rund 70 Meter Tunnel vorgetrieben. Der Vortrieb erfolgt vom Nordportal aus, also von der Baustelleneinrichtungsfläche in Richtung des Kreisverkehrs „Froschländerkreisel“.
Bisher konnte der Tunnel im Baggervortrieb aufgefahren werden. Das Gestein wird jedoch zunehmend härter und kann daher nicht mehr nur durch Baggern gelöst werden. Es werden daher bis voraussichtlich Ende September Sprengungen zur Lockerung des Gesteins stattfinden. Die Arbeiten finden 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche statt. Es ist mit etwa drei bis sechs Sprengungen pro Tag zu rechnen.
Die Sprengungen können in Form eines dumpfen „Grollens“, das mehrere Sekunden andauert, gehört werden. Ebenfalls kann es zu leichten Vibrationen kommen.
Aufgrund der gegebenen Rahmenbedingungen, wie etwa Entfernung der Gebäude zum Tunnel und eingesetzter Sprengstoffmenge, kann ausgeschlossen werden, dass Gebäude von den Sprengungen beschädigt werden.
Für die Dauer der einzelnen Sprengungen muss außerdem der Fuß- und Radweg zwischen Wendlingen am Neckar und Oberboihingen im Bereich des Baufelds jeweils für wenige Minuten gesperrt werden.
Die Sperrung dient dazu, die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten. Das Unfallrisiko durch für die Passanten unerwartete Geräusch- oder Staubemmissionen während der Sprengungen wird durch die Sperrungen minimiert. Nach Ende der Sprengung wird der Weg nach wenigen Minuten wieder freigegeben.
Die Sprengungen erfolgen unter sorgfältiger Prüfung und Aufsicht der Landesbergdirektion Baden-Württemberg sowie eines Sprengsachverständigen. Die Auftragnehmer der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH werden die Sprengungen mit Messgeräten überwachen.
Die Auftragnehmer der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH sind bemüht, die von den Bauarbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten. Dennoch lassen sich Beeinträchtigungen nicht gänzlich ausschließen. Dafür bitten sie um Ihr Verständnis.
Die Arbeiten sind durch den Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamtes vom 23. März 2015 genehmigt (Az.: 591ppw/029-2300#010).